Seniorenhandy

Ich bin ja stolz auf meinen Großvater! Der hat sich dazu entschlossen, sich ein Handy zuzulegen. Allerdings benötigt er da von mir noch eine gute „Einweisung“ in die Technik des Gerätes😉 Ich finde, dass sich viel zu wenig ältere Menschen an ein mobiles Telefon trauen. Für viele ist es noch wie ein Gerät, dass von einem anderen Stern kommt. Es ist befremdlich und sie wollen damit nichts zu tun haben. Dabei bringt doch gerade ein mobiles Telefon viel mehr Flexibilität und auch Sicherheit  in den Alltag älterer Menschen und ist somit auch für gesundheitlich beeinträchtigte Senioren ein erheblicher Vorteil.

Erst 61 % der „Über 65“-Jährigen besitzen ein Handy! Man muss sich ja auch nicht das super neue Hightech-Smartphone von Apple zulegen. Handyanbieter bieten doch Telefone an, die auf die unterschiedlichsten Nutzergruppen zugeschnitten sind und somit eben auch für Senioren. Es gibt Telefone mit einer Notruftaste oder besonders einfacher Bedienung.

Noch scheint der Markt in diesem Bereich noch am Wachsen zu sein, aber die ersten Angebote sind schon verfügbar. Wichtig ist für Seniorenhandys wahrscheinlich eine große Tastatur mit leicht zu bedienenden Tasten. Auch ist eine gut lesbare Schrift vorteilhaft und ein einfaches Handy mit den normalen Grundfunktionen. Ich glaube nicht, dass es für ältere Menschen wichtig ist, dass sie umfangreiche Multimediafunktionen auf ihrem Handy haben oder mobiles Internet.

Ich werde mit meinem Opa mal auf die Suche gehen und sicherlich ein passendes Angebot für ihn finden. Es ist vorteilhaft, wenn man zudem einen guten Tarif wählt, denn mein Großvater gehört nicht unbedingt zu den Vieltelefonierern. Vielleicht reicht auch eine einfache Prepaidkarte aus.

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Schlaganfall vorbeugen

Was kann man tun, um einem Schlaganfall vorzubeugen? Vorhofflimmern ist lange nicht nur ein Problem von älteren Menschen, sondern betrifft vermehrt auch bereits jüngere und kann jeden treffen. Ich habe ein paar Tipps zusammengesucht, wie man einem Schlaganfall vorbeugen kann, besonders für Patienten, die bereits mit Vorhhofflimmern zu kämpfen haben.

1. Bluthochdruck kontrollieren: Blutdruck ist ein großer Risikofaktor für Vorhhofflimmern und gleichzeitig stellt er auch ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall dar. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man selbst regelmäßig seinen Blutdruck misst. Wer dann oft einen oberen Wert vin mehr als 135 mmHg oder einen unteren Wert von mehr als 85 mmHg misst, sollte einen Art aufsuchen.

2. Blutzucker kontrollieren: Es ist wichtig, dass man seinen Blutzucker gut einstellt, denn dadurch lässt sich das Risiko auf einen Herzinfarkt senken. Also regelmäßig Blutzucker messen lassen. Besonders Diabetes-Patienten weisen nämlich eine erhöhte Schlaganfallrate auf.

3. Bewegung: Man sollte aktiv werden, denn Bewegung beugt koronarer Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall vor. Auch wer bereits an Vorhofflimmern leidet, sollte auf sportliche Aktivitäten nicht verzichten. Notwendig ist aber, dass die Herzfrequenz stabil ist und keine anderen Erkrankungen behindern.

4. Ausgewogene Ernährung: Wie oft hört man es: auf den Tisch soll viel Obst und Gemüse, wenig fettarmes Fleisch und ein- bis zweimal in der Woche fetter Seefisch….Das ist wirklich wichtig!!!! Auch fettarme Milchprodukte, gesunde Speiseöle und in Maßen auch Vitamin-K-reiche Lebensmittel wie Kohl sollten zum Speiseplan hinzugefügt werden.

Man sollte sich diese Ratschläge wirklich zu Herzen nehmen, denn bis zu 25 % der Schlaganfälle gehen auf anffängliches Vorhhofflimmern zurück. Zusätzlich konsequentes Messen der Blutgerinnung kann in vielen Fällen einen Schlaganfall verhindern.

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Experiment

„Tschüss, bis morgen“ ruft die Schwester. Mit diesen Worten geht die Frühschicht und es wird ganz still und einsam. Eine junge Frau wagt einen Testpflegefall. Sie erklärt sich bereit und verbringt als normale gesunde, junge Frau eine Zeit in einem Altenpflegeheim. Trotzdem sie eben jung ist, wirkt sie neben den anderen alten Frauen und Männern auch sehr gebrechlich. Aber genau das war das Ziel, man soll sich so fühlen, wie sich die anderen Heimbewohner fühlen. Man soll nachvollziehen können, wie es den Menschen dort geht. Die junge Frau ist Wohnbereichsleiterin im Rudolf-Schloerr-Stift der Grafschafter Diakonie in Moers und hat sich auf das Experiment eingelassen, was sich „Schattenring“ nennt. Allerdings ist sie nicht die erste, die dieses Experiment wagt. Mittlerweile wagen einige Heime bundesweit diesen mutigen Rollentausch. Man kann annähernd fühlen, was auch die Bewohner fühlen. Das Problem liegt darin, dass die alten Menschen sehr verletzlich sind, aber iher Bedürfnisse selbst nicht mehr äußern können oder einfach sogar ignoriert, nicht ernst genommen werden.

Von Daniel Sullman, von der Leitstelle Altenpflege am Deutschen Zentrum für Altersfragen in Berlin, wurde eine Art Charta für hilfe- und pflegebedürftige Menschen entwickelt. Man kann nachlesen, was eigentlich selbstverständlich ist, aber noch nie irgendwo geschrieben stand, sodass es für jeden sichtbar ist. Beispielweise steht dort geschrieben, dass „ein Pflegebedürftiger nicht seelisch und körperlich verletzt werden darf. Das seine Intimsphäre geschützt werden muss…..“ Immer mehr Angehörige berufen sich auf dieses Dokument. Damit soll die Lebenssituation der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland verbessert werden.

Meiner Meinung nach ist es ein gelungenes Experiment bzw. sollte vermehrt durchgeführt werden, damit mehr Verständnis für die Pflegebedürftigen entwickelt wird. Viele schreiben nämlich gerade diese einfach ab!

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Training gegen Demenz

So traurig wie es ist, aber ich habe erfahren, dass einer unserer Senioren aus dem Club an Demenz erkrankt ist. Diese Krankheit ist schleichend gekommen und keiner hätte damit gerechnet, das es schließlich so endet. Vielleicht kann man noch ein bisschen was dagegen tun, denn er ist noch im Anfangsstadium. Es fing harmlos damit an, dass er einfach Dinge plötzlich vergessen hat, so wie es jedem mal passiert. Doch dann konnte er sich auch an wirklich wichtige Dinge plötzlich nicht mehr erinnern. Er wusste nicht mehr, wann seine Frau Geburtstag hat oder wie man Kaffee aufsetzt. Das wurde dann langsam auffällig, bis dann der Arzt die Demenz festgestellt hat. Einen späten Abend wollte er sogar noch einmal zu seiner Tochter fahren – die wohnt allerdings 60 Kilometer weit entfernt. Ich glaube mehr als sich selbst, geht die Krankheit der Familie und den Freunden des Bekannten sehr nahe. Seine Frau ist damit erst überhaupt nicht zurecht gekommen, verständlich. Allerdings wollte sie auch irgendwann etwas dagegen tun. Seinen geliebten Club, kann er nun nicht mehr besuchen oder wenn dann nur selten in Begleitung. Deswegen nimmt seine Frau die Beschäftigung in die Hand. Ich fand die Übungen interessant, die sie mit ihm macht. Gut ist, wenn der Erkrankte versuchen muss sich an gewisse Dinge zu erinnern und das geht am besten mit der eigenen Vergangenheit. Einfach ein altes Fotoalbum schnappen und sich gemeinsam erinnern und darüber reden. Es gibt auch gute Spiele, die das Gedächtnis trainieren, beispielsweise „Ich sehe was, was du nicht siehst“ oder die Therapie mit der Musik, wenn man zusammen singt und tanzt. Irgendwie klingt das alles ganz schön erniedrigend, wenn man bedenkt, dass man mit dem Alter keinen Schritt mehr vorwärts macht, sondern nur noch Schritte rückwärts.

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Knöllchen-Horst

Also zum Glück sind in unserem Senioren-Club alle zivilisiert und normal. Was man ja von dem alten Herren in der Zeitung nicht behaupten kann. Ich habe darüber einen Artikel in der Zeitung gelesen. Da wurde über einen Frührentner geschrieben, der wahrscheinlich nichts anderes in seinem tristen Dasein zu tun hat und mittlerweile etwa 15 000 Falschparker angezeigt hat. Doch nun muss er selbst Bußgeld bezahlen, da er auf einer 50er Strecke 63 gefahren ist. Das bedeutet für ihn allerdings nur: 10 € Strafe. 10 €!!!!!! Und genau deswegen geht er vor Gericht, mit dem kommentarlosen Widerspruch: Das von der Blitzarapperatur gemachte Foto verletze sein Recht am eigenen Bild. Naja Hauptsache, ich kann mich erstmal darüber aufregen und Widerspruch einlegen. Wahrscheinlich weiß er nicht mehr, was er zuhause machen soll und da das Anzeigen der Falschparker allmählich öde wird, erregt er auf andere Art und Weise Aufsehen. Nur dumm, dass die Anwaltskosten und möglicherweise auch die Prozesskosten die 10 € Bußgeld bei Weitem überschreiten werden. Außerdem ist er ja laut Bußgeldkatalog noch gut dabei weggekommen.

Und das ist eben das Problem bei älteren Menschen, die nicht wissen, was sie mit ihrer ganzen freien Zeit anfangen sollen. Ich habe das schon oft erlebt, dass die dann nämlich auch im Straßenverkehr oder als Fußgänger direkt immer rumpöbeln, wenn man sie berührt oder sich generell über Gott und die Welt aufregen. Da ist es doch besser, wenn man einer Freizeitbeschäftigung, wie in unserem Freizeitclub, nachgeht. Da pflegt man wenigstens auch soziale Kontakte und kann sich dann mit Gleichgesinnten austauschen und meinetwegen auch aufregen!😉

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Senioren-Freizeitclub

Ich habe meinen Zivildienst, so komisch es auch klingt, in einem Senioren-Freizeitclub gemacht. Ich bin durch den Großvater eines Freundes dorthin gekommen, der dort selbst auch tätig ist und seine Freizeit dort verbringt. Ich fand es wirklich interessant, wie ältere Menschen ihre Freizeit verbringen. Wenn ich mir nämlich Omis und Opis vorstelle, dann denke ich immer an Häkeln, Stricken, Schachspielen und Teestunden!😉 Aber wie man sieht, geht es auch anders. Denn oft hat der Großvater von Benni, meinem Kumpel, über seine Aktivitäten im Freizeitclub berichtet. Dort wird zwar auch Schach gespielt, Tee getrunken und die Frauen häkeln auch sehr gern, aber erstens ins man in unter einer großen Gemeinschaft tätig und dann sind das bei Weitem noch nicht alle Möglichkeiten, die einem dort geboten werden.

Für Computerinteressiert gibt es sogar einen Computerkurs, der jeden Mittwoch statt findet. Ansonsten kann man die PCs jederzeit selbst nutzen, man sollte jedoch schon Vorkenntnisse haben. Vor einem Jahr gab es solch einen Vorfall. Ein älterer Herr, der gerade „neu“ im Club war, dachte man könnte die Technik einfach selbst ausprobieren, was dann dazu führte, dass für ein paar Tage das System lahm gelegt war. War allerdings alles halb so wild, denn man ist ja füreinander da und lernt aus seinen Fehlern😉

Desweiteren befindet sich in dem großen Gebäude sogar ein kleines Schwimmbad und ein Fitnessstudio mit Grundausstattung. Die besonders sportlichen unter den Rentnern können sich dort also austoben. Wöchentlich finden auch ein paar Kurse statt, wenn genug Nachfrage da ist. Die beinhalten dann Gymnastik, Rückenschule oder auch ein paar anstrengendere Workouts.

Mitglied kann jeder werden – für ein geringes Entgelt. Ein Teil geht in die Finanzierung des Gebäudes und allen anderen Ausstattungen, aber auch werden regelmäßig Themenabende veranstaltet. Ein Teil des Mitgliedbeitrages geht dann also auch an Essen und Getränke, die bei den Veranstaltungen somit kostenlos sind.

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